Nicolaus Cusanus Gymnasium,  Reuterstraße 51, 51465 Bergisch Gladbach

Sommer, Sonne, Superstars?

Mit dem Einsetzen wärmerer Temperaturen war es endlich wieder so weit: das Sommerkonzert des NCGs stand als krönender Abschluss des Schuljahres an. 

Überhitzt aber erwartungsvoll fanden sich an den Abenden des 18. und 19. Juni Eltern, Freunde und Lehrkräfte, wenig überraschend, in der Turnhalle ein. Um 19 Uhr begann das Sommererlebnis mit dem Auftritt der Bläser AG der sechsten Klasse, welcher die Stimmung für den Abend setzte. „Marche de Rondeau“ und „The Final Countdown“ zeigten mit abwechselnd harmonischen und ausgelassenen Teilen, wie wechselhaft der Sommer sein kann. Auch der anschließende Auftritt des Blasorchesters mit „Respicereund die Begrüßung durch die diesjährigen Moderatorinnen Katharina von Riewel (Q1) und Allegra Stauffer (Q1) kündigten dem Publikum ein Sommerabenteuer an. 

Auch die Sechstklässlerin Amel Sieberns griff den Begriff des Abenteuers auf und beschrieb in ihrem Gedicht „Was hat der Sommer, was der Winter nicht hat“, warum viele Menschen diese Jahreszeit trotz der andauernden Hitze lieben. 

Gemeinsam in der Sonne sitzen und Freundschaften aufleben lassen, das ist ein großer Teil der Sommerferien. Der Chor der Stufen 5 und 6 hat das bei seinem Auftritt mit „Count on megezeigt. Bejubelt und angefeuert von den älteren Schüler*innen im hinteren Teil der Halle, wurde deutlich, dass der musikalische Nachwuchs nicht nur großartig und laut singen kann, sondern ebenso lautstark von den alten Hasen unterstützt wird. Wie so eine Gemeinschaft eigentlich entstehen kann, wurde im Probenfahrtenfilm sichtbar – stundenlanges Proben (aus verlässlicher Quelle viel zu viel) und dazwischen ein paar freie Stunden ohne Möglichkeit auf Clubbesuche, schweißten alle Musiker*innen zusammen. 

Und das Proben wurde belohnt: der hervorragende Auftritt des Mittel und Oberstufenchores mit „Mamma Mia“ und „SOS“ versetzte einen sofort in den gleichnamigen Film und führte die Zuschauer*innen auf eine sommerliche Reise in die griechischen Drehorte. 

Seine ungemütliche Seite zeigte der Sommer am Freitagabend – während Aram Tabar (6b) die ersten Töne von „Never meant to belong spielte, begann ein Gewitter. Vielleicht wollte aber auch der Himmel nur den großartigen Künstler*innen applaudieren. 

Diesen Job übernahm das Publikum allerdings selbst mit großem Einsatz. Während die beiden Schulbands „Shut Up“ („Beat it; „Sweater Weather“) und „Jaegers Jünger“ (Undressed“; „Knockin on Heavens Door“) spielten, jubelten und tanzten Publikum und Chormitglieder begeistert. Belohnt wurde diese Reaktion durch eine Zugabe von Jaegers Jünger“ mit „Smells Like Teen Spirit“, zweifellos einer der Höhepunkte des Abends. 

Einen weiteren bildete Sude Bayar (EF), die mit ihrer Stimme bei dem Lied „Wicked Game“ das Publikum, wie schon in vorherigen Jahren, tief beeindruckte. Donnernder Applaus, passend zum Wetter, war ihr sicher. 

In der Pause wurden den Gästen Erfrischung und Stärkung durch die Stufe Q1 angeboten. Sogar ein Fotospot wurde sommerlich dekoriert und bot die Möglichkeit unvergessliche Fotos in Vorbereitung auf den Sommerurlaub zu schießen. 

Eine besondere Stimmung erfüllte die Sporthalle als der Mittel- und Oberstufenchor sich im Kreis um das Publikum stellte und „Angels“ sang – die Engelsstimmen der Mitglieder waren von jedem Sitzplatz aus zu hören. 

Auch die Gebrüder Brodka (Q1 und 7c) zeigten ihr Talent als alte Hasen auf der Bühne. Mit Gesang und Klavier stellten sie „Behind Blue Eyes“ vor. 

Einen ganz anderen Ansatz wählte Sophie Ann Schwalfenberg (Q1), indem sie einen selbstgeschriebenen Poetry Slam „Stell dir vor“ vortrug. In diesem führte sie uns die Realität der Welt vor Augen und sprach Themen wie Disparitäten, Demokratie, Hunger und Ungleichheit an. Sie lud weiter dazu ein, sich eine gerechte, gleiche und tolerante Welt vorzustellen und die Vergangenheit als Mahnung für die Zukunft zu sehen. „Wir reden von morgen, doch handeln zu spät“ – ein Satz der hoffentlich alle in der Halle zum Nachdenken angeregt hat. Ihr Auftritt wurde mit donnerndem Applaus belohnt. 

Die letzte Solistin des Abends sorgte noch ein weiteres Mal für eine besondere Stimmung. Antonia Häuser, sang nicht nur ein Solo im Auftritt des Auswahlchores, sondern begleitete sich bei dem Lied „Over the Rainbow“ selbst mit einer Ukulele. 

Den Abend beendete die Big Band mit „Seven Nation Army“. Ein Auftritt, der die gesamte Menge in der Halle verbinden konnte – Musik durch die Musiker*innen, das Publikum klatschte im Takt und auch die Technik -AG konnte im Hintergrund tanzen und den Abend mit großer Freude beenden – ein Erfolg für alle Anwesenden. 

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen Abend möglich gemacht haben: bei den über 200 Schüler*innen, die das Produkt ihrer Proben vorgestellt haben, bei der Technik-AG für die Unterstützung in Licht, Ton und sämtlichen Aufbauarbeiten, den Lehrkräften, die die Schüler*innen begleitet haben: Herr Mönig, Herr Jaeger und Frau Prothmann, sowie allen, die hinter den Kulissen mitgeholfen haben und ein solches Erlebnis erst möglich gemacht haben. 

 

Geschrieben von Franziska Königshofen, Fotos von Annika Gohrbandt 

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