Nicolaus Cusanus Gymnasium,  Reuterstraße 51, 51465 Bergisch Gladbach

Gegen das Vergessen: Projektausstellung der Q1 des NCG’s 

Am Freitagabend, den 29. Mai 2026, wurde um 19:00 Uhr die Projektausstellung mit dem mahnenden Titel „Überlebende von Auschwitz“ am Quirlsberg 3 in Bergisch Gladbach feierlich eröffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung präsentierten die Teilnehmenden des Projektkurses der Q1 ihre erarbeiteten Projekte, für die sie sich intensiv mit den Biografien verschiedener Zeitzeugen und Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz beschäftigt hatten. Die Ausstellung war vom 29. Mai bis zum 2. Juni geöffnet und zog zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger an, denen dieses bewegende Erlebnis sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.  

Eröffnet wurde die Ausstellung von den Schülern Frederico Trieb und Constantin Jakobs, sowie der stellvertretenden Bürgermeisterin Brigitta Opiela. Auch die Schülerin Franziska Königshofen und die betreuende Lehrerin Marion Petri richteten einführende Worte an die Anwesenden. Schon während der Eröffnung wurde die große Bedeutung dieser Ausstellung spürbar. Im Laufe der Eröffnungstage kamen mehrere hundert Besucher, um die Projekte zu begutachten und die Lebensgeschichten der Menschen, die darin widergespiegelt wurden, hautnah nachzuvollziehen. 

Man spürte deutlich, wie viel Herzblut und Mühe in dieses Projekt geflossen sind; gleichzeitig wurden die historischen Schicksale und ihre tiefgreifenden Auswirkungen für die Besucher greifbar. Jede Gruppe stellte die Lebenswege individuell dar, um die realen Gefühle der Betroffenen zu vermitteln. Dazu gehörte beispielsweise die bewegende Geschichte von Josef Lewkowicz, der als einziger seiner Familie überlebte, oder auch von Rachel Grünebaum, die nach den Schrecken der Lagerzeit zeitweise ganz in der Nähe, im Stadtteil Refrath, lebte. Auch die grausamen medizinischen Experimente an den Frauen von Block 10 wurden fundiert beleuchtet. Streng getrennt davon setzten sich die Jugendlichen mit der Täterseite, z.B dem Lagerarzt Josef Mengele, und der Frage auseinander, warum normale Menschen zu solchen Taten fähig waren. 

Am Ende des Abends zeigte sich, dass das Konzept der Aufklärung vollkommen aufgegangen ist. Die Besucher*innen kamen ins Nachdenken, stellten vertiefende Fragen und traten in einen intensiven Austausch – sowohl mit den Ausstellenden als auch untereinander. So wurde ein wertvoller Raum geschaffen, der dem Teilen und Verarbeiten dieser schmerzhaften Geschichten diente. 

Um diese Ausstellung in dieser Form zu ermöglichen, war ein enormer Zeit- und Arbeitsaufwand für die Vor- und Aufarbeitung notwendig. Für dieses Engagement bedanken wir uns herzlich bei allen Mitwirkenden und insbesondere bei Marion Petri, die das Projekt fachlich begleitete und den Schülerinnen und Schülern bei Fragen jederzeit unterstützend zur Seite stand. 

Geschrieben und Bilder von Elias Reiter 

 

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