Der genetische Fingerabdruck

Die DNA-ProbenMittwoch, der 26. Februar 2014. Ein besonderer Tag für die Schüler des Bio-Leistungskurses von Herrn Kuhlmann und uns weiteren fünf Schülern des Grundkurses von Herrn Spillmann. Wir haben die Gelegenheit ergriffen an dem eintägigen Praktikum, geleitet von zwei Fachfrauen des mobilen Schülerlabors „science to class“, teilzunehmen, welches in den Bio-Räumen des NCGs stattfindet. Ziel des Praktikums ist die Herstellung des genetischen Finderabdruckes aller teilnehmenden Schüler. Wie auch der Fingerabdruck im Einsatz der Polizei bei Kriminalfällen, hat die DNA eines jeden Menschen ein anderes Muster. Um die Identität einer Person also zuordnen zu können, muss nur das „Muster“ der DNA-Probe mit dem Muster der DNA einer Person übereinstimmen.

Zu aller erst brauchen wir also eine Probe unserer eigenen DNA. Jeder von uns bekommt einen kleinen Becher mit Sprudelwasser, welches wir zwei Minuten lang in unserem Mund hin und her spülen, um Mundschleimhautzellen für die Extraktion der DNA zu lösen. Die stillsten zwei Minuten des Tages und ein belustigender Anblick für alle teilnehmenden Personen, insbesondere der Lehrer...

 

Beim PipettierenAls nächstes werden die Proben in kleine Gefäße umgefüllt und anschließend in die „Zentrifuge“ gestellt, eine kleine Maschine, welche sich Innen in hoher Geschwindigkeit dreht, sodass die schwereren Bestandteile in den Gefäßen nach außen geschleudert werden. Nach fünf Minuten stoppen wir den Vorgang. Am Boden sind nun die Zellen, welche sich von der Flüssigkeit abgesetzt haben, gut sichtbar. Der Überstand wird weggeschüttet und eine chemische Lösung hinzugefügt, welche den Zellkern, in welchem sich die DNA befindet, auflösen soll. Mit Salzlösung entfernen wir die überflüssigen Reste und entfalten die DNA aus ihrer kompakten Form. Dies ist gut zu beobachten, weil die Substanz in dem Gefäß nun milchig-trüb geworden ist. Wir lassen sie fünf Minuten lang stehen, geben anschließend „Chloroform“ dazu und schütteln es drei Minuten lang, damit sich die restlichen Fette und Proteine lösen. Nachdem wir die Substanz ein weiteres Mal zentrifugieren und einen Teil des Überstands mit Isopropanol mischen, bilden sich weiße dünne Fäden in dem Gefäß. Erneut muss die Probe fünf Minuten in die Zentrifuge und der Überstand abgegossen werden. Zuletzt wird Ethanol hinzugegeben, um die Reste des Isopropanols, Chloroforms und der Salze zu reinigen. Dafür wird die Mischung ein weiteres Mal zentrifugiert, der Überstand abgegossen und der DNA enthaltende Rest in einem Gerät getrocknet. Wir geben destilliertes Die Gel-ElektrophoreseWasser und ein Gemisch hinzu, in welchem Die Bestandteile von DNA vorhanden sind. In einem Gerät vervielfältigt sich durch Hitze und die vorhandenen Bestandteilen die DNA selbst. Diesen Vorgang nennt man „Polymerase-Kettenreaktion“. Wir fügen einen blauen Farbstoff hinzu und pipettieren die Proben in einer Reihe nebeneinander auf ein Gel, welches sich in einem Kasten befindet, der mit Strom verbunden ist und einen positiven wie auch einen negativen Pol hat. Dadurch wird eine gewisse Spannung erzeugt, wodurch die Moleküle von dem einem Pol zum anderen wandern. Die Art der Auftrennung von Molekülen nennt man „Agarosegel-Elektrophorese“. Da die kleinen Moleküle weiter wandern als die großen, entsteht ein typisches Bandenmuster, welches bei jeder Probe unterschiedlich aussieht. Um das Muster sehen zu können, muss das Gel unter UV-Licht gehalten werden. Und tatsächlich hat jeder von uns ein ganz individuelles Bandenmuster! Schon seltsam seine eigene DNA Zu betrachten… Der Raum ist dunkel und wir schauen uns eng um einen Tisch versammelt das Ergebnis unserer Arbeit an. Es war ein langer Tag, aber dafür hat es sich gelohnt!

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neubau  Bewährter Inhalt, aber völlig neues Erscheinungsbild: die Sanierung hat begonnen. Ein großer Neubau, die Sanierung von Gebäudeteilen und neue Außenanlagen stehen auf dem Plan. Halten Sie sich auf dem Laufenden: https://www.bergischgladbach.de/sanierung-ncg.aspx
 
Leckere Nudeln Für Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 und 6 bieten wir nach dem Mittagessen eine Übermittagbetreuung (bis 15:45) an. Unter Anleitung erledigt jedes Kind seine Hausaufgaben und lernt; anschließend ist Zeit für Spiele und wechselnde Aktivitäten.  
 
NicoNicolaus Cusanus (1401-1464), Kardinal und Bischoff, war aufgrund seiner umfangreichen Bildung eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des 15.Jahrhunderts. Mit Traditionen kreativ umgehen, aufgeschlossen sein gegenüber den Ideen und Entdeckungen der beginnenden Renaissance sowie bereit sein zum Dialog mit Andersdenkenden und Andersgläubigen: Das zeichnete ihn aus und macht ihn zum Vorbild für unsere Schule.

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