Israel als StartUp-Nation – Vortrag von Grisha Alroi-Arloser

VortragIm Rahmen der deutsch-israelischen Kulturwoche vom 10.11. – 25.11.2018 in Bergisch Gladbach hielt Grisha Alroi-Arloser, Präsident der deutsch-israelischen Industrie- und Handelskammer und ehemaliger Schüler des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums (Abitur 1975), am 14.11.2018 einen Vortrag zum Thema „Not macht erfinderisch – Israels Weg vom Entwicklungsland zur StartUp-Nation“ in der Aula unserer Schule. Der Kontakt zu seiner ehemaligen Schule war durch Vermittlung von Frau Hemming, der Vorsitzenden des Ganey-Tikva-Vereins in Bergisch Gladbach, zustande gekommen.

Nachdem Herr Arloser zumindest kurz einen Blick in seine alte Schule werfen und einen ehemaligen Mitschüler aus seinem Abiturjahrgang wiedertreffen konnte, startete der Vortrag in der Aula:

Vielen Schülerinnen und Schülern aus Erdkunde-, Sozialwissenschafts- und Geschichtskursen der Stufen 9 – Q2, ihren Lehrkräften und Gästen berichtete Herr Alroi-Arloser zunächst von seinem privaten Werdegang: Er ist in Sibirien geboren, weil seine Eltern dorthin verschleppt worden waren, als Kind nach Deutschland gekommen und hat das Abitur an unserer Schule abgelegt. 1978 ist er schließlich nach Israel ausgewandert. Nach seiner Emigration nach Israel hat Herr Arloser aber immer intensiven Kontakt nach Deutschland gepflegt, zunächst im diplomatischen Dienst, dann als Politiker und nun seit vielen Jahren in der Wirtschaft.

Im weiteren Verlauf gab er spannende und für die Zuhörer durchaus überraschende Einblicke in die israelische Gesellschaft und Wirtschaft. Als Gründe für die Entwicklung Israels hin zu einer Hightech- und StartUp-Nation identifizierte er u.a. die militärische Bedrohung durch die umliegenden arabischen Staaten, den enormen Bevölkerungszuwachs nach dem Ende des 2. Weltkrieges, aber auch in den Jahrzehnten danach, und die fehlenden inländischen Absatzmärkte, die israelische Unternehmen geradezu dazu zwingen, sich auf das internationale Parkett zu begeben. Das habe dazu geführt, dass viele technische Errungenschaften, die uns heute selbstverständlich seien, in Israel entwickelt worden seien, etwa die Grundlagen für bildgebende Verfahren in der modernen Medizin, aber auch für viele Entwicklungen rund um das Internet und die Digitalisierung. Bezüglich der Unternehmenskultur beschrieb Herr Arloser ebenfalls Unterschiede zwischen Israel und Deutschland. Aus seiner Sicht seien junge Unternehmerinnen und Unternehmer in Israel risikofreudiger, weil das Scheitern einer Firma nicht als Schmach verstanden werde. Außerdem zeichne sich die israelische Gesellschaft – und das spiegele sich dann auch in Politik und Wirtschaft wider – durch deutlich flachere Hierarchien aus.

Am Ende seiner Ausführungen sparte Herr Alroi-Arloser auch nicht mit einem kritischen Blick: Israel stehe vor großen Herausforderungen, die es anzugehen gelte: Es müsse eine Lösung für den Nahost-Konflikt gefunden werden, ebenso müsse die israelische Gesellschaft für sich klären, auf welche Weise die Kosten für die Siedlungspolitik und Alimentierung der orthodoxen Bevölkerungsgruppen getragen werden sollen. Außerdem könne es auf Dauer nicht so bleiben, dass nur ca. 1/3 der israelischen Bevölkerung von dem wirtschaftlichen Fortschritt wirklich profitiere.

Im Anschluss an seinen Vortrag hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen, bevor Herr Schmitter Herrn Arloser als kleines Dankeschön für seinen Besuch einige Exemplare der Jahresschriften überreichte. Sichtlich bewegt war Herr Arloser, als ihm auch noch seine alten Abiturklausuren übergeben wurden, die Herr Schmitter im Archiv der Schule aufgefunden hatte. Mit Gesprächen im kleinen Kreis klang die Veranstaltung dann aus.

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