Liebeserklärung an Hebräisch

"Learn Hebrew – tongue of the prophets, language of today“

 

Dieser Satz kommt den Neuntklässlern, die die Infoveranstaltung zu den Fächern, die in der Oberstufe neu dazukommen, besucht haben, vermutlich bekannt vor.

Mein Name ist Josefine Wache und vor drei Jahren saß auch ich bei dieser Infoveranstaltung. Ohne jemals etwas von Hebräisch gehört zu haben, habe ich am Ende des Schuljahres Hebräisch gewählt.

Jetzt, drei Jahre später, hatte ich vor einigen Tagen meinen letzten Schultag und somit auch meine letzte Hebräischstunde. Deshalb möchte ich hier gerne meine Erfahrungen teilen und einige Gedanken loswerden.

Nachdem ich Hebräisch gewählt hatte, mussten wir in der EF natürlich erstmal die 22 hebräischen Buchstaben lernen. Dazu haben wir ganz viel Memory gespielt, Buchstabenkekse gegessen, mit Magnetbuchstaben unsere Namen gelegt und uns Postkarten aus Israel von Herrn Berzbach, dem Hebräischlehrer, angeguckt. Als die Buchstaben dann irgendwann saßen, haben wir angefangen, kurze Sätze und schließlich auch Texte zu übersetzen. In der EF lernten wir David und Yael kennen, durch die wir schrittweise immer mehr Neuhebräisch lernten. Ähnlich gestaltet war auch das erste Halbjahr der Q1, nach dem wir dann schließlich anfingen, uns mit Texten des Alten Testaments zu beschäftigen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich dazu entschlossen, meine Facharbeit in Hebräisch zu schreiben. Dazu musste ich einen Text des Alten Testaments übersetzen, Verben analysieren, offene Fragen stellen und klären und Bearbeitungen vom Text analysieren. Während der Hebräischunterricht bis zu diesem Zeitpunkt den anderen Sprachunterrichten sehr stark ähnelte, fing er jetzt plötzlich an, ganz anders zu werden. Die Beschäftigung mit Texten, die über 2000 Jahre alt sind, lässt Fragen aufkommen, die keiner so richtig beantworten kann. Im Rahmen meiner Facharbeit führte ich ein mehrstündiges Gespräch mit meinem Hebräischlehrer über die Übersetzung eines einzigen Wortes. Und zu welchem Ergebnis kamen wir? Es gibt nicht die eine richtige Übersetzung. Es gibt mehrere richtige Lösungen. Ist das nicht seltsam?

Des Weiteren las ich den Text „Hebräisch lernen – Hebräisch denken“ von Thomas Schirrmacher. Der Text beschreibt, wie der hebräischen Sprache eine eigene Denkweise zugrunde liegt, was ich so faszinierend fand, dass ich beschloss, diese unbedingt zu lernen.

Den Rest der Q1 und die Q2 verbrachten wir damit, über hebräische Texte des Alten Testaments zu sprechen. Hierbei haben wir neben vielen Übersetzungen, Verbanalysen, Interpretationsmöglichkeiten und Bibelkunde auch über Allgemeinwissen und Sprache an sich gesprochen. Meine Facharbeit sowie der Unterricht danach zeigten mir: Hebräisch erfordert Umdenken, Neudenken, Weiterdenken. Es ermöglicht einen neuen Blickwinkel auf Texte, auf Unterricht, auf Schule und auf das Leben. Neben der Vielfalt der Themen im Unterricht gibt es noch einige weitere Besonderheiten, die der Hebräischunterricht zu bieten hat.

Zum einen kommen Schüler von vielen unterschiedlichen Schulen zusammen, die alle das gleiche Interesse haben.

Zum anderen nimmt man an einigen, sehr interessanten, Veranstaltungen teil. So nehmen alle drei Hebräischkurse jedes Jahr am 27. Januar am Jugend- und Schülergedenktag an der KLS in Köln teil. Hier musizieren und singen wir – natürlich auf Hebräisch.

Desweiteren waren wir bei einer Bat Mitzwah und auf zwei Exkursionen: Auf den Spuren des Judentums in Köln und in Amsterdam.

Nicht zu vergessen ist, dass Hebräisch von Herrn Berzbach, einem Lehrer des OHG, unterrichtet wird. Herr Berzbach brennt für sein Fach und möchte absolut jeden von Hebräisch begeistern, was keinem seiner Schüler entgehen kann. Um möglichst jeden tatsächlich zu begeistern, tut er fast alles in seiner Macht Stehende. An dieser Stelle ist es mir extrem wichtig zu erwähnen, dass Herrn Berzbach noch zwei weitere Dinge ausmachen: Akzeptanz und Toleranz. Dies machte den Hebräischunterricht für mich von Anfang an zu etwas ganz Besonderem. Somit war Hebräisch das Fach, auf das ich mich montagmorgens freuen konnte und das meinen Schulalltag erträglich gemacht hat. Zum Schluss möchte ich noch Stellung zu der Aussage, man würde unglücklich, depressiv und neurotisch werden, wenn man Hebräisch nicht wählt, aus diesem Video nehmen.

Ich kann nicht beurteilen, wie es sich anfühlt, Hebräisch nicht zu wählen. Ich weiß nur, wie es sich anfühlt, es zu wählen und seit einigen Tagen weiß ich, wie es sich anfühlt, Hebräisch nicht mehr als Schulfach zu haben. Das ist schrecklich, macht unglücklich und auf Dauer vielleicht sogar depressiv. Hier also mein Tipp für absolut jeden: Hebräisch wählen, lernen und am besten nie damit aufhören!

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Beim Fremdsprachenunterricht Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 unterrichten wir als Städtisches Gymnasium im Zwei-Sprachen-Modell ab Klasse 5 (Englisch + Französisch oder Englisch + Latein).
 
Leckere Nudeln Für Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 und 6 bieten wir nach dem Mittagessen eine Übermittagbetreuung (bis 15:45) an. Unter Anleitung erledigt jedes Kind seine Hausaufgaben und lernt; anschließend ist Zeit für Spiele und wechselnde Aktivitäten.  
 
In unserer Bibliothek Unsere moderne Bibliothek, betreut von einer Bibliothekarin und ehrenamtlich tätigen Eltern, steht mit ca. 20.000 Bänden sowie Internetrechnern und einem großzügigen Lesesaal mit Arbeitsplätzen allen Schülern zur Nutzung offen.
 

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